UniFi mit KI-Agent analysieren: Meine Hermes-Erfahrung im Heimnetz
Meine Erfahrung mit einem UniFi-Audit durch den Hermes KI-Agenten: welche Netzwerkprobleme er gefunden hat, was er optimiert hat und ob ich es wieder machen würde.
Veröffentlicht · 22. Mai 2026
Ich habe ein UniFi-Setup, das ich vor kurzem auf das ganze Haus ausgerollt habe: ein paar Access Points, ein Switch zu viel, VLANs, die ich mal "ordentlich" anlegen wollte und dann doch nur hingerotzt habe.
Funktioniert.
Aber "funktioniert" ist nicht dasselbe wie "gut".
Genau das war der Punkt, der mich genervt hat. Das WLAN war da. Die Geräte waren online. Die UniFi-Oberfläche sah nicht aus, als würde gerade etwas brennen.
Trotzdem hatte ich dieses Gefühl: Da ist bestimmt noch irgendwas schief, ich sehe es nur gerade nicht.
Also habe ich etwas gemacht, das sich erst absurd anfühlte: Ich habe einen KI-Agenten, genauer Hermes, auf mein Netzwerk losgelassen und ihn gebeten, es zu prüfen.
Mich hat nicht interessiert, ob das nach Zukunft klingt.
Mich hat interessiert, ob danach wirklich etwas besser ist.
Warum Hermes überhaupt spannend war
Ich hatte KI-Agenten vorher nicht komplett abgeschrieben, aber so richtig überzeugt war ich auch nicht.
Meine ersten Versuche mit Agenten fühlten sich oft nach Demo an: spannend, etwas wackelig, viel Gefummel, und am Ende saß ich doch wieder selbst davor und habe die eigentliche Arbeit gemacht.
Hermes war das erste Tool in dieser Richtung, bei dem sich das anders angefühlt hat.
Nicht perfekt.
Nicht magisch.
Aber ruhig genug, um ihm eine echte Aufgabe zu geben.
Und ein UniFi-Heimnetz ist dafür ein ziemlich guter Test. Es gibt echte Daten, echte Einstellungen und echte Konsequenzen. Wenn ein Agent dort nur Buzzwords verteilt, merkt man es schnell.
Was ich gemacht habe
Eigentlich nicht viel.
Einen lokalen Read-Only-User in meiner Unifi-Konsole erstellt und dem Agenten die Zugangsdaten plus die IP meines Dream Routers gegeben.
Von dort an hat er sich eigenständig eingeloggt, eine Session geholt, und die nötigen APIs ausgecheckt.
Was der Agent tatsächlich gemacht hat
Hermes hat sich über die UniFi-API einen Überblick verschafft.
Geräte.
Firmware-Stände.
Kanäle.
Sendeleistung.
VLAN-Zuordnungen.
Firewall-Regeln.
Das klingt erstmal trocken. War es auch.
Aber genau das war gut.
Der Agent hat nicht einfach den klassischen Reflex ausgepackt und überall "mehr Leistung" empfohlen. Er hat nach Mustern gesucht: Welche Access Points funken sich gegenseitig rein? Welche Geräte hängen am falschen AP? Welche Einstellungen sehen nach Altlast aus?
Das war der Moment, in dem aus "KI-Spielerei" ein brauchbarer Audit wurde.
Die Dinge, die wirklich was gebracht haben
- Kanäle entzerrt. Automatik ist nicht immer schlau. Feste, überlappungsfreie Kanäle haben die Latenz im Wohnzimmer spürbar gesenkt.
- Sendeleistung runter, nicht hoch. Klingt falsch, ist aber richtig: weniger Leistung, sauberere Zellgrenzen, bessere Roaming-Übergänge.
- Geräte auf einen AP festgesetzt. Manche Clients haben sich hartnäckig immer wieder auf den viel weiter entfernten Access Point eingewählt.
- Altlasten sichtbarer gemacht. Nicht alles war kritisch. Aber ein paar Einstellungen waren nur noch da, weil ich sie irgendwann mal angelegt und dann vergessen hatte.
Der wichtigste Punkt war nicht eine einzelne magische Empfehlung.
Der wichtigste Punkt war, dass jemand, beziehungsweise etwas, stur jede Ecke abgeklappert hat.
Was man wissen sollte
Ich würde so einen Agenten nicht blind Änderungen am Netzwerk machen lassen.
Auf keinen Fall.
Ein Heimnetz ist kein Textdokument, bei dem man kurz Undo drückt und alles ist wieder gut. Wenn ein Agent eine Firewall-Regel falsch versteht, ein VLAN falsch einordnet oder eine Annahme über Geräte trifft, kann das nerven.
Für mich funktioniert Hermes an dieser Stelle als sehr gründlicher zweiter Blick.
Er darf prüfen, sortieren, vorschlagen und begründen.
Entscheiden muss ich trotzdem.
Das ist aber kein Nachteil. Genau so will ich es haben.
Würde ich es wieder tun?
Ja, und zwar regelmäßig.
Nicht, weil ich es selbst nicht könnte.
Sondern weil ein Agent stur jede Ecke abklappert, während ich nach zehn Minuten "passt schon" sage.
Genau diese Sturheit ist der Mehrwert.
Was ich gelernt habe: Der Agent ersetzt nicht das Verständnis. Er ersetzt Bauchgefühl durch Daten.
Und mein Bauchgefühl lag in zwei von drei Fällen daneben.
✦Würd ich sofort wieder machen. Hat mir einen halben Samstag und drei Bauchgefühl-Fehler erspart.
Mehr gutes Zeug
Game ChangerWispr Flow: Mit Agenten reden statt Enter-Enter-Enter
Meine Erfahrung mit Wispr Flow als Spracheingabe für lange Sessions mit KI-Agenten, wo Tippen zu träge ist und ich sonst nur Option A anklicke.
Nicht als Diktier-Gimmick, sondern weil ich meinem Agenten endlich das sage, was ich wirklich meine, statt die nächstbeste Option zu klicken.
Würd ich wieder kaufenNinja Luxe Café Premier: der ehrliche Mittelweg zwischen Siebträger und Vollautomat
Meine Erfahrung mit der Ninja Luxe Café Premier: warum sie für uns der perfekte Mittelweg zwischen Siebträger-Aufwand und Vollautomat-Mittelmaß ist.
Kein Siebträger-Theater, kein Vollautomat-Kompromiss. Die erste Kaffeemaschine, bei der ich aufgehört habe, weiterzusuchen.
Daily DriverQuooker Cube: teuer, unnötig, und trotzdem täglich Gold wert
Meine Erfahrung mit dem Quooker Cube im Alltag: kochendes Wasser für Tee, gekühltes Sprudelwasser auf Knopfdruck und ob der hohe Preis das wirklich wert ist.
Ein absurd teurer Wasserhahn, der sich nie spektakulär anfühlt und genau deshalb jeden einzelnen Tag Gold wert ist.